
Buddhismus und Hinduismus gehören zu den ältesten religiösen Traditionen der Welt. Beide sind in Südasien entstanden und haben bis heute das Denken, Handeln und Zusammenleben von Millionen Menschen geprägt. Gleichzeitig spielen sie auch in Europa eine immer größere Rolle – etwa durch Meditation, Yoga, Achtsamkeit oder Fragen nach Sinn, Leid und Glück. Moderne Religionsforschung beschreibt beide nicht nur als Glaubenssysteme, sondern auch als Lebenswege, die Antworten auf grundlegende menschliche Fragen geben.
Der Hinduismus ist keine einheitliche Religion im engeren Sinn. Er besteht aus einer Vielzahl von Traditionen, Philosophien, Ritualen und religiösen Praktiken, die über viele Jahrhunderte gewachsen sind. Es gibt keinen einzelnen Gründer, keinen zentralen Propheten und keine einheitliche heilige Schrift wie eine „Bibel“. Stattdessen existieren viele wichtige Texte, zum Beispiel die Veden, die Upanishaden oder die Bhagavad Gita. Viele Hindus verehren unterschiedliche Götter und Göttinnen, verstehen diese aber oft als verschiedene Ausdrucksformen einer einzigen göttlichen Wirklichkeit, die Brahman genannt wird. Zentrale Vorstellungen des Hinduismus sind der Kreislauf von Wiedergeburt (Samsara), das Gesetz von Ursache und Wirkung (Karma) und das Ziel der Befreiung (Moksha). Moderne Forschung betont, dass der Hinduismus sehr unterschiedlich gelebt wird – von stark religiös bis eher kulturell – und sich bis heute ständig verändert.
Der Buddhismus ist aus dem religiösen und gesellschaftlichen Umfeld des Hinduismus entstanden. Sein Begründer Siddhartha Gautama lebte vor etwa 2500 Jahren in einer Zeit, die von Kastendenken, vielen Göttern und der Vorstellung eines endlosen Kreislaufs von Geburt und Tod geprägt war. Der Buddha stellte jedoch eine neue Frage in den Mittelpunkt: Warum leiden Menschen – und wie können sie innerlich frei werden? Der ursprüngliche Buddhismus kennt keinen allmächtigen Schöpfergott. Stattdessen wird er von der Forschung häufig als Erfahrungs- oder Praxisreligion beschrieben. Entscheidend ist nicht der Glaube an etwas Übernatürliches, sondern das eigene Erkennen, achtsames Handeln und Mitgefühl. Die Lehre von den Vier Edlen Wahrheiten und dem Edlen Achtfachen Pfad zeigt Wege auf, wie Menschen Leid verstehen und verringern können. Heute gibt es weltweit mehrere hundert Millionen Buddhistinnen und Buddhisten in sehr unterschiedlichen Traditionen.
Obwohl Buddhismus und Hinduismus eng miteinander verbunden sind, unterscheiden sie sich deutlich. Der Hinduismus bietet viele religiöse Wege, Rituale und Gottesvorstellungen. Der Buddhismus konzentriert sich stärker auf Selbsterkenntnis, Achtsamkeit und ethisches Handeln. Beide Religionen betonen jedoch Werte, die auch heute wichtig sind: Verantwortung für das eigene Handeln, Mitgefühl, Gewaltlosigkeit, Respekt gegenüber anderen und die Bereitschaft, das eigene Leben kritisch zu reflektieren.
In dieser Stationsarbeit entscheidest du selbst, welche Religion du vertieft bearbeitest: Hinduismus oder Buddhismus. Beide Wege sind gleichwertig. Unabhängig von deiner Wahl gilt:
Du arbeitest gewissenhaft, achtsam und respektvoll. Genau diese Haltungen – Achtsamkeit, Verantwortung, Ehrlichkeit und Mitgefühl – sind zentrale Werte sowohl im Buddhismus als auch im Hinduismus. Sie bilden nicht nur die Grundlage dieser Religionen, sondern auch eine wichtige Voraussetzung für deinen Lernerfolg und die spätere Leistungsüberprüfung.
Du entscheidest dich zu Beginn für eine der beiden Religionen:
➡️ Hinduismus oder Buddhismus
Bearbeite anschließend alle Stationen zu deiner gewählten Religion vollständig und sorgfältig.
Lies alle Infotexte aufmerksam.
Bearbeite jede Aufgabe eigenständig und gewissenhaft.
Begründe deine Antworten nachvollziehbar.
Nimm dir Zeit für die Reflexionsaufgaben – sie sind kein Zusatz, sondern ein wichtiger Teil der Arbeit.
In beiden Religionen spielen bestimmte Werte eine zentrale Rolle, z. B.:
Achtsamkeit (bewusstes Wahrnehmen)
Verantwortung für das eigene Handeln
Mitgefühl und Respekt gegenüber anderen
Ehrlichkeit dir selbst und anderen gegenüber
Diese Werte gelten auch für deine Arbeitsweise in der Stationsarbeit.
Achte auf:
fachlicher Richtigkeit
Vollständigkeit der Aufgaben
Qualität deiner Begründungen
erkennbarer Auseinandersetzung mit den Inhalten
👉 Nur wer alle Aufgaben ernsthaft bearbeitet, kann die Inhalte sicher verstehen und in der Leistungsüberprüfung erfolgreich anwenden.