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Ethikunterricht der Zukunft

Ziele als Fachberaterin Ethik (Gymnasien Sachsen)

Als Fachberaterin/Fachberater für Ethik verfolge ich das Ziel, das Fach nachhaltig zu stärken und so weiterzuentwickeln, dass es den Anforderungen einer zunehmend komplexen Welt gerecht wird. Ein zentraler Schwerpunkt ist für mich die Weiterentwicklung eines modernen, klar strukturierten Curriculums, das sowohl die Vorgaben des Lehrplans präzisiert als auch zukunftsrelevante ethische Themen – wie KI, Digitalisierung, Gerechtigkeit und Bioethik – systematisch integriert.

Um Lehrkräfte in diesem Prozess zu unterstützen, möchte ich einen praxisorientierten Fortbildungskatalog aufbauen, der von konkreten Unterrichtsmodulen über moderne Methoden bis hin zu Fragen der Leistungserfassung reicht. Besonders wichtig ist mir die inklusive Weiterentwicklung des Faches: Ethik soll ein Raum sein, in dem alle Schülerinnen und Schüler philosophieren, reflektieren und urteilen können – unabhängig von individuellen Lernvoraussetzungen. Hier bieten sich sowohl Raum als auch Möglichkeiten, um viele lebensweltrelevante Themen differenzsensibel und diskriminierungskritisch einzubinden.

Ich sehe zudem die Chance, Prüfungsformate kritisch zu modernisieren, um die dialogische und reflexive Natur des Faches stärker in den Vordergrund zu rücken. Ein weiteres wesentliches Ziel ist der Aufbau eines stabilen Netzwerks aus Schulen, Fachgruppen und insbesondere der Universität: Die Sekundarstufe II profitiert enorm von aktueller Forschung, wissenschaftlichen Impulsen und modernen philosophischen Perspektiven. Diese Expertise möchte ich gezielt in Fortbildungen, Materialentwicklung und Unterrichtspraxis einbinden.

Insgesamt geht es mir darum, Ethik an den Gymnasien zu einem starken, modernen und inklusiven Fach zu machen – und Lehrkräfte mit einem professionellen, verlässlichen und inspirierenden Unterstützungsangebot zu begleiten.


Wege:

  • Curriculumentwicklung: Weiterentwicklung und Präzisierung des Lehrplans für Ethik und Philosophie, um Klarheit, Kompetenzorientierung und Modernität zu stärken.
  • Aktualisierung der Inhalte: Systematische Einbindung aktueller ethischer Fragen und gesellschaftlicher Schwerpunkte der heutigen Lebenswelt in die bestehenden Strukturen des Lehrplans.
  • Individualisierung & Inklusion: Nutzung der besonderen Flexibilität des Faches Ethik, um individualisierte Zugänge zu ermöglichen und inklusive Lernprozesse gezielt zu fördern.
  • Expertise & Netzwerke: Aufbau und institutionelle Verankerung von Expertisen und Netzwerkarbeit – insbesondere durch stärkere Einbindung universitärer Ressourcen für Fortbildung, Unterrichtsentwicklung und die Sekundarstufe II.

Was man braucht, um das umzusetzen – kurz & klar

  • Klare Rahmenbedingungen: Zeit, Mandat, definierte Aufgaben.
  • Strukturierte Prozesse: Jahresplanung, feste Entwicklungsphasen, Abstimmung mit Schulen.
  • Starkes Netzwerk: enge Zusammenarbeit mit Schulen, Universitäten, Fachgruppen, Expert*innen.
  • Fachliche Expertise: moderne Ethikthemen (KI, Bioethik, Klima), Inklusion, Didaktik, Bewertung.
  • Beratungs- & Moderationskompetenz: Workshops leiten, Coaching, Feedback, Prozessbegleitung.
  • Digitale Infrastruktur: Materialpool, Tools, Kommunikationsplattformen.
  • Praxisorientierung: Materialien, Unterrichtsbeispiele, Fortbildungsreihen.
  • Zukunftsorientierte Haltung: Offenheit, Innovationsbereitschaft, wissenschaftliche Anbindung.